Runter kommt man immer

Wenn mir etwas Schweres oder Unangenehmes bevorsteht – oder auch wenn ich auf dem Zahnarztstuhl sitze und es gerade richtig weh tut, dann rufe ich mir die Piloten-Weisheit in den Kopf:

Runter kommt man immer.

Für mich hat das etwas beruhigendes. Heutzutage stelle ich mir als Piloten Harrison Ford vor, einen coolen, starken Mann in einem Hollywood-Schinken und es ist klar: zum Schluss gibt es ein Happy-End für ihn.

Jede Situation hat ein Ende. Alles ist irgendwann vorbei. Bei manchen Sitationen ist das Schade – bei manchen ist es ein Trost. Und für mich ist es ein Trost, immer auf de Erde, vielleicht kann ich auch sagen: in der Schöpfung zu sein.

Als Kind war es für mich der absolute Horror mir vorzustellen, als Astronaut in den Weiten des Weltraums verloren zu sein (es fanden gerade die Apollo-Flüge statt). Und ich dachte mir: „Detlef, es ist doch egal, ob du auf der Erde tot bist oder im Weltall.“ – Nee, nee: das ist nicht egal!

Das beschreibt auch Heinrich Heine:

Wo wird einst des Wandermüden
Letzte Ruhestätte sein?
Unter Palmen in dem Süden?
Unter Linden an dem Rhein?

Werd ich wo in einer Wüste
Eingescharrt von fremder Hand?
Oder ruh ich an der Küste
Eines Meeres in dem Sand?

Immerhin! Mich wird umgeben
Gottes Himmel, dort wie hier,
Und als Totenlampen schweben
Nachts die Sterne über mir.

Dieses Gedicht habe ich hier vertont.

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2 Gedanken zu “Runter kommt man immer

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